Keyword-Recherche Tutorial – Grundlegendes und Wissenswertes

Leon HoffmannSEO0 Comments

Keyword-Recherche Guide - Grundlegendes und Wissenswertes

Keyword-Recherche Tutorial

Dieses Tutorial ist der Basis-Teil unseres umfangreichen Keyword-Recherche Guides.
In diesem Teil erfährst du Grundlegendes und Wissenswertes zum Thema Keyword-Recherche.

Grundlegendes und Wissenswertes

Einleitung

Eine Keyword-Recherche muss Grundlage einer jeden Website sein. Nur wenn du die Website auf sinnvolle Keywords optimierst, hast du eine Chance auf gute Platzierungen ein den Google-Sucherergebnissen.
Dabei geht es nicht nur darum herauszufinden, welche Keywords am häufigsten gesucht werden, sondern auch, welche dieser Keywords am wenigsten umkämpft sind. So erbost du deine Chance auf eine relevante Platzierung.

Wie du die richtigen Keywords professionell ermittelst und damit kostenlose und vor allem auch qualifizierte (Target Marketing) Besucher auf deine Seite leitest, erfahrt du in diesem ausführlichen Guide.

Das aus deiner Keyword-Recherche ermittelte Keyword-Set ist Basis deiner Online-Marketing-Maßnahmen und muss daher am Anfang deiner Arbeit stehen. Aus diesem Ergebnis leitet sich deine SEO- und SEA-Maßnachmen, deine On- und OffPage-Optimierung ab.

Von der Konkurrenz lernen

Gleich zu Beginn ein kleiner Insider-Tipp mit großer Wirkung: Starke Konkurrent haben sich sicherlich schon sehr intensiv mit der Keyword-Recherche befasst und einige Tests mit AdWords-Kampganen gestartet. Daher sind sie den optimalen Keywords schon deutlich näher auf der Spur. Profitiere von diesem Wissen. Es gibt viele Tools (mehr dazu folgt in den anderen Teilen dieses Guides), die auswerten welche Keywords die Konkurrenz für ihre AdWords-Kampagnen nutzt. Das erspart die viel Arbeit und kostenintensives Testing.

Arten von Keywords

Um mehr relevanten Traffic zu erzeugen, musst du wissen welche Art von Keywords deine potentiellen Kunden/Uder am ehesten verwenden. Dies hängt ganz von deinem Business ab. Lieferst du Informationen, zum Beispiel mit einem Blog oder bietest du einen Service oder Produkte an?

Keywords lassen sich anhand ihrer Suchintention in drei Kategorien unterteilen: informationsorientierte Suchanfragen, navigationsorientierte Suchanfragen und transaktionsorientierte Suchanfragen.
mehr Traffic durch seo

Informationsorientierte Suchanfragen

Hier wird nach Informationen gesucht. Zum Beispiel das Wetter, ein Ort oder eine Anleitung. Es kann natürlich auch nach Informationen zu Produkten oder Dienstleistungen gesucht werden.

Google ordnet diese Suchanfragen also dem informationellen Bereich zu, wodurch Websites wie Wikipedia oder Blogs und Tutorial-Seiten, also Seiten die Informationen zur Verfügung stellen, ranken. Daher werden oft auch keine AdWords-Anzeigen eingeblendet beziehungsweise von Anbietern gar nicht erst geschaltet.

Die informationsorientierte Suchanfragen nehmen rund 80% aller Suchanfragen ein.

Navigationsorientierte Suchanfragen

Bei dieser Art von Suchanfragen wird Google zur Navigation im Internet genutzt. Anstatt also eine URL in die Navigationsleiste des Browsers einzugeben, wird der Anbieter einfach in die Google-Suchleiste eingegeben. So wird beispielweise nach „Facebook“ oder „YouTube“ gesucht und damit zur Seite navigiert.

Diese Art von Suchanfragen (auch Brand-Keywords genannt) nimmt 10% aller Suchanfragen ein.

Transaktionsorientierte Suchanfragen

Bei dieser Art von Suchanfragen hat der Suchende das Ziel eine Transaktion, also einen Kauf, auszuführen. Daher ist diese Keyword-Art logischer Weise für Online Shops oder Service-Anbieter am interessantesten.

Typische Zusätze die ein Suchbegriff zu einem transaktionsorientierten Suchbegriff machen, sind kaufen, Preis oder Online Shop.

Wer nach einem solchen Keyword sucht, wird sich in den meisten Fällen mit einer Vielzahl von Google-Adwords anzeigen konfrontiert sehen.

Diese Art von Suchanfragen nimmt 10% aller Suchanfragen ein.

Mischformen
Es gibt auch Mischformen dieser Keyword-Arten.
Websites die Informationen zur Verfügung stellen, dies aber zum Beispiel als Affiliate tun, konzentrieren sich bestenfalls auf eine Mischform aus informationsorientierten Suchanfragen mit Kaufinteresse, wie zum Beispiel „Wo kann ich Oldtimer kaufen“.

Merke
Für dich als Webmaster gilt es also zu definieren, welche Keyword-Art dir am besten hilft, nur solche Besucher auf deine Website zu bringen, die zu deinem Format passen. Es geht also um relevanten Traffic. Denn so stehen die Chancen, dass deine Besucher auch fündig werden am besten.

Länge von Keywords

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Bei der Länge von Keywords geht es vor allem um die Relevanz und Genauigkeit des Keywords.

Betreibst du beispielsweise eine Website auf der du Oldtimer verkaufst, bringt dir das Keyword „Auto“, trotz seines sehr hohen Suchvolumens, reichlich wenig. Denn du wirst zum einen kaum relevante Besucher (also solche, die nach Oldtimern-Händerln suchen) erreichen. Das führt zu einer hohen Absprungrate und das mag Google (und du wahrscheinlich auch) überhaupt nicht.
Zum anderen ist dieses sehr generelle Keyword hart umkämpft, wodurch eine Platzierung innerhalb der Top 10 nur mit ungerechtfertigtem Aufwand zu schaffen wäre.

Daher macht es gerade zum Beginn Sinn, sich auf sogenannte Long-Tail-Keywords zu fokussieren. Ein Long-Tail-Keyword besteht aus zwei oder mehr Wörtern, also zum Beispiel „Oldtimer online kaufen“.

Diese Suchbegriffe werden zwar ein kleineres Suchvolumen haben aber daher ist der Markt auch meist etwas weniger umkämpft. Außerdem gelangen so eher relevante Besucher auf deine Website. Du wirst also leichter ranken, deinen Website-Besuchern besser helfen und hast somit eine geringere Absprungrate und eine höhere Konversionsrate und damit letztendlich mehr Umsatz erzielen.

Merke
Fokussiere dich zu Beginn auf Long-Tail-Keywords.

Suchvolumen des Keywords

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Generische Keywords (auch Top-Level genannt) sind Suchbegriffe, die allgemein sind und breite Themenfelder abdecken (z.B. Auto).

Spezifische Keywords leiten sich von den generischen Keywords ab und sind, wie der Name schon sagt, viel spezifischer (z.B. Oldtimer online kaufen).

Spezifische Keywords (z.B. Long-Tail-Keywords) haben selbstverständlich weniger Suchanfragen als generische Keywords. Dafür wird mit spezifischen Keywords die Zielgruppe viel genauer und passt deutlich bessers deinem Angebot.

Daher erreichst du mit generischen Keywords zwar mehr User aber nur wenige der erreichten Personen, haben auch tatsächlich Interesse an deinem Angebot. Mit spezifischen Keywords wiederum erreichst du insgesamt ein kleineres Publikum, hast innerhalb dieses Publikums aber deutlich mehr Personen, die sich auch konkret für dein Angebot interessieren.

Der Markt für generische Keywords ist meist deutlich umkämpfter, wodurch dir ein Top 10 Ranking sehr schwer fallen wird.

Diese Tabelle zeigt noch einmal den Unterschied zwischen generischen und spezifischen Keywords:

Spezifische Keywords Generische Keywords
z.B. „Oldtimer Online Kaufen“ z.B. „Auto“
kleines Suchvolumen großes Suchvolumen
spitze Zielgruppe breite, ungenaue Zielgruppe
schwach umkämpfter Markt stark umkämpfter Markt
hohe Konversionsrate niedrige Konversionsrate

Hier findest du mehr zum Thema Konversionsrate.

Auf Suchanfragen mit wenig Volumen ist die Konkurrenz also deutlich schwächer (quantitativ und qualitativ) und ein Top 10 Ranking daher leichter. Dennoch sollte ein Suchbegriff ein gewisses Suchvolumen nicht unterschreiten, da sich ansonsten der Aufwand selten lohnt.

Auch wenn eine Verallgemeinerung hier kaum möglich ist, könnte man als Richtwert angeben, dass das monatliche Suchvolumen mindestens eine dreistellige Zahl haben sollte.

Merke
Konzentriere dich eher auf spezifische Keywords innerhalb deiner Zielgruppe und achte dennoch darauf das Keywords mindestens 100 monatliche Suchanfragen haben.

Traffic- und Target-Optimierung

Unter Traffic-Optimierung versteht man die Keyword-Optimierung auf ein Keyword mit besonders hohem Suchvolumen. Diese Keywords bürgen ein großes Traffic-Potential, da das Keyword entsprechen von vielen Nutzern gesucht wird. Diese Keywords sind oft eher allgemein und haben daher auch Nachteile:

  • Diese Keywords sind stark umkämpft, da viele Konkurrenten ihre Websites ebenfalls auf das Keyword optimiert haben. Daher wird es dir deutlich schwerer fallen eine relevante Position zu erlangen.
  • Außerdem werden durch diese sehr allgemeinen Keywords viele Besucher auf deine Seite gelangen, die kein wirkliches Interesse an deiner Leistung haben. Das sehr allgemeine Keyword bringt also wenig relevante Besucher, was sich negativ auf deine Konversionsrate (Conversion-Rate) und deine Absprungrate (Bouncen-Rate) auswirkt.

Mit Target-Optimierung hingegen ist gemeint, die eigenen Seiten auf spezifische, nicht-generische Keywords hin zu optimieren. Diese Keywords sollten sehr konkret in deine Nische passen und eher wenig umkämpft sein. Dennoch sollte das monatliche Suchvolumen ausreichend groß sein. Die Vorteile sind dementsprechend:

  • Es wird dir leichter fallen und es wird schneller gehen, eine der relevanten Platzierung in den Suchergebnissen, z.B. auf der ersten Seite, vielleicht mittelfristig sogar unter den Top 3, zu erlangen.
  • Die Besucher die über die Suchergebnisse auf deine Website gelangen, passen deutlich besser in deine Zielgruppe und es daher wahrscheinlicher, dass sie bei dir auch fündig werden und Konvertieren.

Welches Verhältnis zwischen monatlichen Suchanfragen und Konkurrenz-Websites sinnvoll ist, wird weiter unten im Text erläutert.

Beispiel
Das Keyword „keyword recherche“ hat zum aktuellen Zeitpunkt 590 monatliche Suchanfragen und es gibt ca. 60.000 Konkurrenzseiten, die auf genau das selbe Keyword ranken.
Das Verhältnis ist mittelmäßig und es werden viele der Nutzer gar keine Anleitung zur Keyword-Recherche suchen, sondern eher eine Definition oder einen professionellen Anbieter oder ähnliches.

Das Keyword: „keyword recherche kostenlos“ hat zwar nur 20 monatliche Suchanfragen, es gibt aber auch nur 28 direkte Konkurrenzseiten. Die Anzahl der monatlichen Suchanfragen ist in diesem Beispiel wirklich sehr gering aber das Verhältnis zwischen Suchenden und Konkurrenten ist dafür immens besser. Es ist selbsterklärend, dass es deutlich leichter fallen wird, auf dieses Keyword zu ranken, da wir nur gegen 28 Konkurrenten durchsetzen müssen, anstatt gegen 60.000. Die Besucher, die dadurch auf unsere Seite gelangen, finden deutlich wahrscheinlicher auch das was sie suchen.

Wie genau man diese Daten mit dem kostenlosen Tools von Google ermittelt, erfährst du im Tutorial: Keyword-Recherche Tutorial – Kostenlose Tools – Google Keyword-Tool

Merke
Daher solltest du, gerade bei stark umkämpften Keywords, zu Beginn immer eher versuchen auf spezifischere Keywords hin zu optimieren (Target-Optimierung), da dort die Konkurrenzdichte geringer ist und die Zielgruppe besser zu deinem Angebot passt. Dieses Vorgehen wird sich schon mittelfristig positiv auf dein Ranking in den Suchergebnissen auswirken.

Auch in Hinsicht auf SEA (Search Engine Advertising) ist dies sinnvoll. Denn die schwach umkämpften Keywords sind günstiger und der dadurch generierte Traffic ist näher am Konversionspunkt.

Long-Tail und Short-Head Keywords

Zu dem im vorherigen Absatz geschilderten Sachverhalt folgen hier noch einige Definitionen und Erläuterungen.

Sehr generische Keywords werden oft gesucht und bringen keine daher weniger spezifische Besucher deiner direkten Zielgruppe. Ein Beispiel hierfür ist der Begriff „Schuhe“. Dies ist ein klassisches „Short-Head-Keyword“.

Das dazugehörige „Long-Tail-Keyword“ „grüne Wildlederstiefel“ wird weniger stark umkämpft sein und bringt dir auch direkt die Besucher, die solche Schuhe suchen, wie du sie in deinem Online-Shop anbietest.

Welche Strategie hier sinnvoll ist, hängt ganz von der Website dessen Produkten und Zielsetzung ab. Eine allgemeine Aussage lässt sich nicht treffen. Da es sich bei unseren Kunden aber meist um Nischenseiten handelt, empfehlen wir oft die „Long-Tail-Optimierung“

Durch SEA-Testing zum perfekten Keyword

Wenn du durch eine Keyword-Recherche herausgefunden hast, welche Keywords das meiste Potential versprechen, gilt es herauszufinden, welche Keywords auch wirklich für Umsatz sorgen und sich damit lohnen durch Zeit und viel Arbeit in die SEO-Optimierung integriert zu werden.

Das Testen durch SEO (anstatt SEA) ist möglich aber nicht effektiv. Denn die Auswirkungen deiner Seo-Aktivataten wirst du immer erst Wochen oder sogar Monate nach der eigentlichen Umsetzung feststellen. Wenn du nun also deine Seiten auf bestimmte Keywords optimierst und dann in 4 Wochen feststellst, dass diese nicht effektiv sind, hast du viel Zeit und Geld verloren.

Nimm also ein kleines Budget in die Hand und teste deine favorisierten Keywords mit AdWords-Kampagnen. So kannst innerhalb von Stunden ermitteln, welche Keywords in Hinsicht auf Klickrate und Conversion am besten funktionieren.

Diese Keywords kannst du dann auch für die Suchmaschinenoptimierung verwenden.

Klickrate? Wie du die Knickzahlen (CTR, Click Through Rate) erhöhst in dem du die Title Tag und Meta Description richtig verwendest, erfährst du in diesem Artikel zu Title Tag und Meta Description.

Schwellen-Keywords nutzen

Wenn du deine Website schon seit längerem betreibst, wirst du einige Schwellen-Keywords haben. Diese Keywords werden so genannt, weil sie bereits an der Schwelle zu einem relevanten Ranking stehen. Zum Beispiel auf der sechsten Position auf Seite 2 – also Platz 16.

Bei diesen Keywords wird es verhältnismäßig einfach sein, bessere Rankings zu erreichen und somit auf Seite 1 und später auch unter die Top 5 usw. zu kommen. Um diese Keywords solltest du dich also als erstes kümmern und diese bei deiner OnPage- und OffPage-Optimierung pushen.

Auch hier ist eine erneute Recherche zu empfehlen. Finde heraus welche deiner Schwellen Keywords das höchste Suchvolumen und die geringste Konkurrenzdichte haben und erstelle daraus eine Prioritätenliste. Nun weist du bereits an welcher Stelle sich deine Keyword-Recherche am schnellsten auszahlen wird.

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